Thermotherapie

Welche Krankheiten werden behandelt?

Mit der transurethralen Thermotherapie werden die häufigsten Krankheiten
der Vorsteherdrüse (Prostata) behandelt:

  • gutartige Vergrößerungen (Prostatahyperplasie)
    mit Blasenentleerungsstörungen
  • chronische Entzündungen der Prostata
  • chronisches Beckenschmerzsyndrom (Pelvic Pain Syndrom)
  • Potenzstörungen

Das Therma RF wurde speziell entwickelt, um eine lokalisierte Radio-
frequenz-Thermal-Behandlung an der Prostata durchführen zu können.

Das TURF (Transurethrale Radio Frequency) Verfahren ist nicht zu verwechseln mit dem TUMT (TransUrethrale Mikrowellen Thermotherapie) Verfahren, welches zu lokalen Überhitzungen und damit Schädigungen führen kann und deshalb mit einer Kühlung arbeitet, welche die Überhitzung vermeiden soll. Im Gegensatz zu älteren Geräten, die auf Mikrowellenbasis arbeiten, nutzt
das Thermo RF Radiowellen zur Wärmeerzeugung. Die Radiowellen erzeugen eine gelichmäßigere Erwärmung bei einer größeren Eindringtiefe, so dass der gesamte Prostata-Bereich gleichmäßig erfaßt wird. Durch diese Radiowellen
wird ein besserer Therapieerfolg erreicht. Eine weitere Verbesserung gegen-
über anderen Geräten , die sich positiv auf den Therapieerfolg auswirkt, ist
die exakte Temperaturmessung direkt in der Prostata, wobei das TURF- Verfahren inhärent sicher ist.

Weitere Informationen:

Klinik St.Georg Bad Aibling

Dr. C. Beck, Dortmund / DIREX

Deutsche Gesellschaft für Onkologie


Urologie Bonn-Rhein-Sieg


Herstellerinformation für das eingesetzte Gerät:
http://www.direxgroup.com/tempro.html

Dr. Milat wendet das TURF Verfahren bereits seit 1994 erfolgreich an.

Behandlung:

Während der Behandlung sitzt oder liegt der Patient bequem auf einem Therapiebett. Eine Spezialsonde wird nach Einbringen eines lokalen Betäu-
bungs- und Gleitmittels schmerzlos in die Harnröhre eingeführt und fixiert. 
Diese erlaubt die konzentrierte Wärmeerzeugung direkt in der Prostata,
wobei eine Temperatur von 45 bis 54 Grad Celsius gewählt werden kann.
Damit wird eine intensive, behandlungswirksame Wärmedurchflutung bei genauer, computergesteuerter Temperatureinstellung erzielt, die eine Erweiterung der eingeengten Harnröhre bewirkt. Bei einer Behandlungs-
dauer von 60 bis 120 Minuten kann der Patient sofort  wieder nach Hause gehen. Nur bei deutlich vergrößerter Prostata wird dem Patienten für 24 Stunden ein dünner Katheter eingelegt. In der Regel reicht eine einmalige Behandlung, diese kann jedoch falls erforderlich beliebig wiederholt werden.

Während der Behandlung kann der Patient lesen, Musik hören oder fernsehen.

Wesentliche Vorteile
gegenüber anderen Behandlungsmethoden:

Besonders bei chronischer Prostatitis stellt die Thermotherapie oft die einzige aussichtsreiche Therapie dar.
In fast allen Fällen konnten Patienten, die mehrere Standardtherapien durchlaufen hatten, mit der Thermotherapie schließlich dauerhaft geheilt werden.

Auch bei Fällen einer vergößerten Prostata wird meist eine wesentliche Besserung erzielt.
Die Option für einen eventuell später nötigen operativen Eingriff wird erhalten.

Im Gegensatz zu operativen und einigen nicht operativen Behandlungs-
methoden, die eine Narkose und einen stationären Krankenhausaufenthalt erfordern, bedeutet unsere Therapiemethode:

  • keine Operation
  • keine Narkose
  • keinen Krankenhausaufenthalt
  • keine postoperativen Komplikationen
  • geringe Schmerzen
  • geringe Beschwerden nach der Behandlung (Harndrang über einige Tage)

Weiterhin ist die Behandlung äußerst schonend und hat insbesondere keine negativen Auswirkungen auf die Potenz oder den Samenfluß, eine Neben-
wirkung, die häufig nach einer Elektroresektion oder Prostataektomie
(Entfernung der Prostata) in Form von retrograder Ejakulation (Entleer-
ung des Samens in die Harnblase und nicht durch das Glied) auftritt.

Oft wird nach einer Thermotherapie sogar eine positive Wirkung auf die
Potenz beobachtet.

Da der Gesamtorganismus bei unserer Behandlungsmethode nicht beein-
trächtigt wird, kann sie auch bei sehr alten Menschen und Patienten mit Erkrankungen der Lunge, Nieren, Leber und des Herzens oder nach
Schlaganfall angewandt werden, bei denen ein hohes Operations- und Narkoserisiko besteht.

Behandlungsergebnisse:

Bei Blasenentleerungsstörungen führt unsere Methode zu einem deutlichen
Rückgang der subjektiven Beschwerden und zu einer wesentlich besseren
Harnentleerung bei bis zu 80 Prozent aller Fälle (Prof. Schulmann, Lehrstuhl
für Urologie, Universität Brüssel).

Bei der Behandlung von bakteriellen Entzündungen der Prostata, welche mit Antibiotika oft nicht behandelt werden können, führt unsere Methode zuver-
lässig zur Abtötung der Bakterien und einer Ausheilung der Entzündung in kürzester Zeit mit einer hohen Erfolgsrate.

Nachbehandlung:

Manche Patienten können für einige Tage zeitweilig Schwierigkeiten bei der Entleerung der Blase haben. Es wird allgemein berichtet, dass die Linderung
dieser Symptome spontan innerhalb von zwei Wochen nach der Behandlung
eintritt. In der Nachbetreuung untersuchen wir die Patienten auf Restharn,
um Komplikationen auszuschließen. Durch Gabe von Antibiotika für einige
Tage wird eine Infektionsgefahr vermieden.
 
 
 
Modernste Therapieverfahren:

Nach eingehender Voruntersuchung der ableitenden Harnwege und einer Urinanalyse im eigenen Speziallabor erfolgt nach einem ausführlichen
Gespräch die Behandlung des Patienten in Ruhelage mit dem modernsten computergesteuerten Thermotherapiegerät Therma RF für Transurethrale
Radio Frequency Therapie (TURF).